Aus Bioabfall wird erneuerbare Energie aus der Region!

Gutes Trennen wird belohnt: Reduzieren Sie mit der Biotonne Ihr Restmüllvolumen

Ab dem 1. Januar 2023 wird das bewährte Abholangebot in Leverkusen erstmals um die freiwillige und gebührenfreie Biotonne ergänzt. Bundesweit schreibt der Gesetzgeber die getrennte Sammlung von Bioabfällen vor. Diese sollen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Und eigentlich sind Küchenabfälle und Grünschnitt auch viel zu schade für den Restmüll. Richtig gesammelt, sortiert und verwertet hilft Bioabfall dabei Klima und Umwelt zu schützen.  

Entscheiden Sie sich daher jetzt für die Biotonne und:    

  • Schonen Sie Ihr Portemonnaie: Wenn Sie die Biotonne nutzen, können Sie ihr Restmüllvolumen auf ein Minimum reduzieren. Je weniger Restmüll, desto geringer die Gebühr. Gutes Trennen wird belohnt!
  • Lassen Sie Ihre biogenen Küchenabfälle und (kleinteiligen) Grünschnitt alle zwei Wochen frei Haus abholen.
  • Schützen Sie unser Klima, denn Ihr Bioabfall ist wertvoller Rohstoff: Beim Vergärungsverfahren im AVEA-Entsorgungszentrum in Lindlar entsteht aus Ihrem Bioabfall Biogas, das in Biostrom umgewandelt wird.
  • Freuen Sie sich auf 100 Prozent erneuerbare Energie aus der Region, die uns ein Stück weit unabhängiger von fossilen Rohstoffen macht.
  • Helfen Sie mit, dass aus Ihrem Bioabfall hochwertiger Bergischer Kompost für Ihren Garten wird. Kompost verbessert den Boden, ersetzt künstlichen Dünger und schont damit die Umwelt.      
Aus Bioabfall wird erneuerbare Energie aus der Region!
BIOBIN ist das Maskottchen der Leverkusener Biotonne. Es wurde von Schülerinnen und Schülern der Hans-Christian-Andersen-Grundschule in Leverkusen-Hitdorf entworfen.

Sie möchten Ihren Bioabfall getrennt entsorgen und die gebührenfreie Biotonne nutzen? Alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer haben bereits Post erhalten und können entscheiden wie sie ihre Abfälle künftig erfassen. Tragen Sie in Ihrer Eigenerklärung oben im Abschnitt Bioabfall (braun markiert) ein, welche Biotonne Sie nutzen möchten – zur Wahl stehen Behälter in den Größen 120 und 240 Liter.
Auch wenn Sie weiterhin eigenkompostieren möchten, können Sie zusätzlich eine Biotonne bestellen. Dann erhalten Sie allerdings keinen Gebührenabschlag. Die Ersparnis ergibt sich dann aus einem geringeren Restmüllvolumen. 

Weitere Infos zum Gebührensystem finden sie hier

Wissenswertes rund um die Biotonne

Die Biotonne ist mit einem nachhaltigen Biofilterdeckel ausgestattet, der auch im Sommer vor Gerüchen und Ungeziefer schützt

Die Biotonne wird alle zwei Wochen abgeholt und geleert.

Die Biotonne ist in den Behältergrößen 120 und 240 Liter erhältlich, das  Behältervolumen kann frei nach dem individuellen Bedarf gewählt werden.

Werden Bioabfälle getrennt erfasst und über eine freiwillige Biotonne auf dem Grundstück entsorgt, dann kann das Restmüllbehältervolumen aus privaten Haushalten von 30 Liter auf 20 Liter pro Person gesenkt werden (Mindestvolumen). Dies macht sich in einer geringeren Leistungsgebühr bemerkbar, wenn dadurch ein kleinerer Restmüllbehälter genutzt wird. Das Mindestvolumen darf nicht unterschritten werden.
Ohne Nutzung einer Biotonne darf ein Restmüllbehältervolumen von 30 Liter pro Person nicht unterschritten werden (Regelvolumen).

Gewerbebetriebe mit einem vergleichbaren Anfall an Bioabfällen wie private Haushalte können ebenfalls die freiwillige Biotonne nutzen. Darüber hinaus haben Gewerbebetriebe die Getrennthaltungspflichten nach der Gewerbeabfallverordnung zu beachten. Die Biotonne ersetzt nicht die Tonne für Speisereste aus dem Gastronomie-/Lebensmittelbereich. Hier sind die bekannten privatwirtschaftlichen Angebote eigenverantwortlich zu nutzen.    

Das gehört in die Biotonne
  • Essensreste, auch Gekochtes (ggf. eingewickelt in Zeitungspapier)
  • alte Lebensmittel (ohne Verpackung)
  • Obst-/Gemüsereste, Schalen, auch von Zitrusfrüchten
  • Kaffeesatz, -filter, Tee, Teebeutel, Eierschalen
  • Küchenpapier
  • Speisereste wie z. B.: Wurst, Fleisch, Knochen in haushaltsüblichen Mengen
  • Grün-/Strauchschnitt*,
  • Laub,
  • Blumen- und Pflanzenreste (auch kranke Pflanzenteile)
  • Fallobst

*Große Mengen Grünschnitt (Kofferraumladung) können weiterhin an den bekannten Grünschnittsammelstellen abgegeben werden.

Das gehört nicht in die Biotonne
  • Kunststoffe, Verpackungen, Folien, Tüten, Plastiktüten,
  • kompostierbare Plastiktüten
  • kompostierbare Kaffeekapseln, kompostierbares Besteck etc.
  • Metalle, Alufolien, Dosen
  • Hygieneartikel, Windeln, Staubsaugerbeutel
  • Textilien, Leder
  • Katzen- und Kleintierstreu
  • behandeltes Holz, Asche
  • Erde, Sand, Kies, Steine

WICHTIG! Bioabfälle aus gewerblichen Anfallstellen wie z. B. Gastronomiebetrieben sowie Abfälle, die unter den Geltungsbereich des Tierische Nebenprodukte Beseitigungsgesetz (TierNebG) fallen dürfen nicht in die kommunale Biotonne. Gewerbliche Bioabfälle sind nur dann zugelassen, wenn Sie mit denen aus privaten Haushaltungen vergleichbar sind.

Eine ausführliche Übersicht, was in die Biotonne rein darf und was nicht, finden Sie hier.

So funktioniert das neue Gebührensystem

Hier finden Sie Erläuterungen und Anträge zum Download

Mehr Gebührengerechtigkeit, Transparenz, Rechtssicherheit und Anreize zur Abfallreduzierung – das ist das Ziel des neuen Bemessungssystems der Abfallentsorgungsgebühren in Leverkusen. Mit dem neuen System können Sie Art und Größe Ihrer Abfallbehälter an die tatsächlichen, individuellen Bedürfnisse Ihres Haushalts anpassen.

  • Ab dem 01.01.2023 wird der bisherige Personenmaßstab durch eine Kombination aus Grund- und Leistungsgebühr ersetzt.
  • Die Grundgebühr wird je Grundstück - unabhängig von einer gemeldeten Personenzahl - festgesetzt und beträgt 30 Euro/Jahr. Sie wird für Grundstücke erhoben, die zu Wohnzwecken und/oder anderweitig (z. B. gewerblich) genutzt werden können. Die Grundgebühr wird also auch fällig, wenn das Grundstück zeitweilig nicht bewohnt/genutzt wird.
  • Die Leistungsgebühr richtet sich nach dem Grad der tatsächlich in Anspruch genommenen Leistung. Sie berechnet sich anhand des beantragten und/oder zur Verfügung stehenden Restmüllbehältervolumens.
  • Möglicherweise kann das rechnerisch ermittelte Volumen auf Grund der zur Verfügung stehenden Behälter nicht in jedem Fall exakt bereitgestellt werden. In diesem Fall ist das nächsthöhere Volumen zu wählen, das dann auch als Grundlage für die Gebührenbemessung dient. Für eine möglichst individuelle Anpassung des Behältervolumens werden dafür als zusätzliche Behältergrößen 40 (nur 1 und 2 Personen Grundstücke) und 80 Liter eingeführt.
  • Grundsätzlich gilt: Das benötigte Behältervolumen ist mit der geringstmöglichen Anzahl an Behältern zu wählen! So helfen sie Kosten zu sparen. Je weniger Behälter von den AVEA-Mitarbeitern bewegt werden müssen, desto mehr Straßen können in einer Tour geschafft werden. Dies spart Zeit und Geld!
  • Für die Bereitstellung von Behältern für Bioabfälle fallen keine zusätzlichen Gebühren an.
  • Für die exakte Gebühr je Liter Restmüll gibt es derzeit nur vorläufige Kalkulationen. Genauere Berechnungen sind erst nach Eingang aller Eigenerklärungen möglich. Nach derzeitigem Kenntnisstand beträgt die Gebühr je Liter circa zwischen 3,18 und 3,52 Euro.
  • Für die Altpapierentsorgung wird ein gebührenfreies Grundvolumen zur Verfügung gestellt. Dieses entspricht im Regelfall dem doppelten Restmüllvolumen. Darüberhinausgehendes Volumen wird mit circa 0,10 Euro pro Liter berechnet.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Auslöser für die Umstellung des Systems sind die rechtlichen Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie das Kommunalabgabengesetz Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, mehr Gebührengerechtigkeit, Transparenz, Rechtssicherheit und Anreize zur Abfallreduzierung zu erreichen.

Um die erforderlichen Anreize zur Abfallvermeidung, Getrennthaltung und Verwertung von Abfällen zu bewirken, wird die freiwillige Biotonne eingeführt.

Die derzeitige Abfrage dient der Ermittlung der notwendigen Grundlagendaten sowie des erforderlichen Bedarfs an Behältern.

Mit dem neuen Gebührensystem wird der reine Personenmaßstab durch Grund- und Leistungsgebühr ersetzt. Mit der Aufteilung der Abfallgebühr in Grund- und Leistungsgebühr wird jedes bebaute und selbständig nutzbare Grundstück in Leverkusen an den Kosten der Abfallwirtschaft beteiligt.

  • Was ist eine Grundgebühr und wie wird sie berechnet?

    Die Grundgebühr wird je Grundstück festgesetzt. Sie errechnet sich aus den anteiligen Fixkosten der Abfallentsorgung (z. B. für das Müllheizkraftwerk, die Fahrzeuge und das Wertstoffzentrum) und bildet einen Teil der Vorhalteleistung zur Entsorgungssicherheit ab.

  • Was ist eine Leistungsgebühr und wie wird sie berechnet?

    Die Leistungsgebühr richtet sich nach dem Grad der tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen. Sie berechnet sich folglich anhand des beantragten und/oder auf dem Grundstück zur Verfügung stehenden Restmüllbehältervolumens.

  • Was bleibt?

    Leistungen wie gebührenfreie Sperrmüllabfuhr, stadtteilbezogene Grünschnittsammlung, die Abholung der Weihnachtsbäume etc. bleiben weiterhin bestehen. Auch die Entsorgungsleistung über den gelben Sack ist von der Umstellung nicht betroffen. Die Papiertonnen werden weiterhin alle 4 Wochen geleert. Das gebührenfrei zur Verfügung stehende Papiervolumen erhöht sich. Details sind in den Erläuterungen unter *7 zu finden. 
    Wie bisher wird es auch zukünftig Restmüllsäcke geben. Diese fassen 70 Liter und dürfen max. 15 kg schwer sein. Der Preis für einen Restmüllsack wird, genau wie alle Gebührensätze, neu kalkuliert. Hierzu kann erst eine Aussage getroffen werden, wenn alle Grundlagendaten erfasst wurden.

Ein wichtiger Bestandteil der Umgestaltung des Gebührensystems ist, dass der Bürger selber in einem bestimmten Rahmen über seine Müllentsorgung entscheiden kann. Daher werden zurzeit die Grundlagendaten (zukünftige Inanspruchnahme der kommunalen Abfallentsorgung) erfragt. Diese Daten stellen im Ergebnis den Teiler dar durch den die Kosten der Abfallentsorgung dividiert werden. Das Resultat dieser Rechnung ergibt den Gebührensatz für 2023. Dadurch können konkrete Aussagen erst getroffen werden, wenn die Grundlagendaten insgesamt vorhanden sind.   Auch gibt es zahlreiche Faktoren die sich dem Einfluss von Stadt und AVEA entziehen, die aber unmittelbare Auswirkungen auf die Gebührenhöhe haben. Gesetzliche Vorgaben, Marktpreisentwicklungen sind hierfür nur zwei Beispiele.

Warum muss ich jetzt deutlich mehr bezahlen?

Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Klima- und Ressourcenschutzes vorgegeben Bioabfälle getrennt zu erfassen, um diese im Rahmen des Stoffkreislaufes optimal zu nutzen. Die Gewinnung von Biogas und anschließende Umwandlung in Kompost schützt die Moore, ersetzt künstlichen Dünger und schont damit die Umwelt. Eigenkompostierung ist hierbei ein wichtiger Baustein. Aber Vergärungsanlagen können noch mehr Bioabfälle wie Gekochtes und Fleischreste erfassen, als kompostiert werden können. Einige Bürger haben auch keine Möglichkeit selbst zu kompostieren. Mit Hilfe der Biotonne kann die größte Menge an Bioabfällen dem Kreislauf zurückgeführt werden. Dieser Beitrag zum Klimaschutz erfordert zusätzliche Aufwände für Personal, Fahrzeuge etc.. Stadt und AVEA sind bemüht hier das bestmögliche System auszuwählen, mit dem ein Maximum an Bioabfällen mit den geringstmöglichen Kosten erfasst wird.

Das neue System bietet hier den entscheidenden Vorteil durch mehr Eigenverantwortung und Wahlmöglichkeiten die individuelle Entsorgungsgebühr mitzugestalten. Durch die Wahl der angebotenen Behälter, wie Sie dem Schreiben entnehmen können, entstehen Spielräume in der Gebührengestaltung, die durch Ihr persönliches Trennverhalten bestimmt werden.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass das aktuelle Gebührensystem bei der Abgabe der Restmülltonne zu Missverhältnissen führt. Sehr deutlich wird dies am Beispiel eines Grundstücks mit einem 5-Personen-Haushalt:

Pro Kopf ermittelt und über Gebühren abgerechneter Bedarf gesamt:       150 L
Zur Verfügung gestellte Tonne aufgrund fehlender Zwischengröße:          240 L
(regulär einsetzbar für ein Grundstück mit 8 Personen)

Macht unter Strich: 90 Liter die kostenlos zur Entsorgung zur Verfügung stehen. (Ein Vorteil, der nicht von allen genutzt wird, sich aber auf die Gesamtgebührenkalkulation auswirkt.)

Das neue System reagiert beim Tonnenangebot auf die realen Bedarfe. Auch, wenn der erste Eindruck, gerade für Haushalte mit 5 Personen, eine Verteuerung scheint. Grund dafür ist das beschriebene Missverhältnis. Letztlich ist das neue System verursachergerechter, da es die tatsächliche Inanspruchnahme besser abbildet.

Wie hoch die Gebühr dann tatsächlich sein wird, kann erst nach Auswertung aller Rückläufe der Eigenerklärungen kalkuliert werden.

An der Gebührenpflicht wird sich durch die Umstellung des Gebührensystems nichts ändern. Gebührenpflichtig ist grundsätzlich der Eigentümer des Grundstückes, nicht der oder die Mieter. Wohnungs- und Teileigentümer einer Eigentümergemeinschaft sind Gesamtschuldner für das gemeinschaftliche Grundstück. Ebenso sind alle Mitglieder einer Entsorgungsgemeinschaft Gesamtschuldner der gesamten Leistung. Mieter zahlen ihre Abfallentsorgungsgebühren über ihre Nebenkostenabrechnung, die sie jährlich von ihrem Vermieter erhalten.

Satzungsgemäß sind alle Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, der Stadt sämtliche Auskünfte zu erteilen, die für die Erhebung und Errechnung von Abfallentsorgungsgebühren erforderlich sind. Hierzu zählen u. a. Angaben über die Anzahl der auf dem Grundstück gemeldeten Personen, die Anzahl und Größe der gewünschten Abfallbehälter sowie die Höhe des voraussichtlichen Abfallvolumenbedarfes.

Eine solche Auskunft- und Mitwirkungspflicht der Grundstückseigentümer lässt sich darüber hinaus aus § 12 Abs. 1 Nr. 3 a) Kommunalabgabengesetz (KAG) NRW in Verbindung mit § 90 Abgabenordnung (AO) herleiten.

Das neue Gebührensystem führt aufgrund der Trennung zwischen Grund- und Leistungsgebühr zu einer gerechteren Kostenverteilung. Mit der Einführung der freiwilligen Biotonne können Sie erstmals auf die Leistungsgebühr Einfluss nehmen und so die Höhe Ihrer Gebühr reduzieren. Ausschlaggebend ist die Größe des Restmüllbehälters.

Auch die Einführung eines Wiegesystems würde nicht zu mehr Gerechtigkeit führen.
Das System des Wiegens hat sich in den vergangenen 25 Jahren nicht durchgesetzt. Nach einer aktuellen Umfrage des Verbundes der kommunalen Unternehmen (VKU) nutzen es nur 4% aller Kommunen. Es müssten verschließbare Behälter bereitgestellt werden, um die unerlaubte Nutzung durch Unbefugte zu verhindern. Dies ist ein zusätzlicher Kostenfaktor, ebenso die erforderliche Umrüstung der Fahrzeuge mit einer Wiegeeinheit. Diese weiteren erheblichen zusätzlichen Kosten sind von den Gebührenzahlern zu tragen.

Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass in diesem Fall auch eine verstärkte „Vermüllung“ der Landschaft stattfinden kann, um selbst möglichst wenig Gewicht zu erzielen.

Warum sollte ich die Biotonne der Eigenkompostierung vorziehen?

Circa ein Drittel des Restmülls ist Bioabfall, allerdings kann davon nur ca. die Hälfte eigenkompostiert werden. Über die Biotonne können zusätzlich auch Abfälle wie Grünschnitt, rohe oder gekochte Obst-, Gemüse- und Speisereste (Wurst, Fleisch, Gräten, Knochen), Kaffeefilter und -satz, Teebeutel und -satz, Milchprodukte ohne Verpackung, Eierschalen, Brot und Brötchen, in haushaltsüblichen Mengen entsorgt werden.

Die Eigenkompostierung ist also auch weiterhin möglich. So kann der eigene Kompost direkt vor Ort genutzt werden. Parallel dazu können alle anderen biologisch abbaubaren Abfälle über die Biotonne gesammelt und verwertet werden. Beides kann also nebeneinander sinnvoll genutzt werden.

Durch die Nutzung der freiwilligen Biotonne, auch bei gleichzeitiger Eigenkompostierung, kann das Regelvolumen von 30 Liter/Person auf das Mindestvolumen von 20 Liter/Person reduziert werden. Dies macht sich in einer geringeren Leistungsgebühr bemerkbar.

Sofern nur die Eigenkompostierung betrieben wird, wird es weiterhin einen Gebührenabschlag für Eigenkompostierung geben. Der Eigenkompostierungsabschlag beläuft sich auf ca. 14 % der Leistungsgebühr. Mit der Umstellung des Systems verlieren alle bisherigen Anträge ihre Gültigkeit. Um den Eigenkompostierungsabschlag (weiterhin) zu erhalten, ist ein neuer Antrag zu stellen. Diesen finden Sie hier. Eine Reduzierung des Restmüllvolumens auf das Mindestvolumen von 20 Liter pro Person ist nur mit Biotonne möglich. 

Bei Nutzung einer Biotonne wird kein Abschlag für Eigenkompostierung gezahlt. Die Kostenersparnis wird bei Nutzung der Biotonne und der damit verbundenen geringeren Leistungsgebühr größer sein. So wird der Tatsache Rechnung getragen, dass über die Biotonne mehr Bioabfälle erfasst werden können.

Der bisher gewährte Gebührenabschlag für die Abgabe biogener Abfälle an Sammelstellen wird ab 2023 nicht fortgeführt, da mit der Einführung der freiwilligen Biotonne ein grundstücksbezogenes Angebot geschaffen wird. Bisher ist seitens des Rates der Stadt Leverkusen noch nicht abschließend entschieden worden, ob die im Testbetrieb eingerichteten Bringsammelstellen im Stadtgebiet beibehalten werden.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er die Biotonne langfristig behalten möchte, aber in der Praxis Erfahrungen sammeln will, hat jederzeit die Möglichkeit die Biotonne wieder abzubestellen. Berücksichtigt werden muss dabei jedoch eine eventuelle Auswirkung auf die Größe des Restmüllbehälters. Ohne Biotonne steigt das Mindestvolumen von 20 Liter auf 30 Liter je gemeldetem Einwohner. Abbestellt werden kann die Biotonne bei der Stadt Leverkusen, Fachbereich Finanzen (Miselohestr. 4, 51379 Leverkusen).

Warum wird ein Regelvolumen bzw. Mindestvolumen vorgegeben?
Wenn keine Richtwerte zu den Volumina pro Einwohner vorgegeben werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nur aus finanzieller Sicht der kleinste, aber nicht ausreichende Behälter gewählt wird. Dies kann dazu führen, dass der anfallende Abfall in fremden Behältern, Straßenpapierkörben oder in der Landschaft entsorgt wird.

Wie wurde das Regelvolumen pro Einwohner ermittelt?
Bei dem Regelvolumen für Restmüll in Höhe von 30 Litern handelt es sich um das durchschnittlich genutzte Volumen pro Person aus den Vorjahren.

Wie berechne ich mein Behältervolumen?
Das Regelvolumen berechnet sich bei privaten Haushalten nach den Personen, die auf dem Grundstück mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind. Je gemeldeter Person beträgt das Regelvolumen 30 Liter. Bei Nutzung der gebührenfreien Biotonne reduziert sich das Regelvolumen auf ein Mindestvolumen von 20 Liter pro Person. Das zu wählende Restmüllbehältervolumen darf daher den berechneten Bedarf nicht unterschreiten.

Bei Gewerbetreibenden errechnet sich das Volumen je Einheit pro 14täglicher Leerung in Liter. Hierzu ist eine separate Tabelle inklusive Berechnungshilfe in den Erläuterungen zur Eigenerklärung zu finden. Beim Gewerbetrieb handelt es sich bereits um die Angabe des Mindestvolumens und besteht über die Gewerbeabfallverordnung die Pflicht zur Getrennthaltung der Bioabfälle, so dass zwar eine kostenfreie Biotonne gewählt kann, aber sich dadurch keine Reduzierung des Behältervolumens ergibt.

Darf ich auch einen größeren Restmüllbehälter nutzen, als vorgesehen?
Ja. Sie können jedes Behältervolumen bestellen, dass Sie für Ihr Grundstück benötigen. Es gibt nur eine Grenze von 20 Liter oder 30 Liter pro Person (mit oder ohne Biotonne), die nicht unterschritten werden darf.

Gemäß einer EU-Richtlinie zum Arbeitsschutz gilt für die Nutzung von Abfallbehältern grundsätzlich, dass diese rollbar sein müssen. Der kleinste rollbare Behälterkorpus ist ein 120 Liter-Behälter, der durch einen Inneneinsatz auf ein 40 L/60 L/80 L-Volumen reduziert werden kann. Das Vorhalten jeder Behältergröße ist auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll. Schließlich bedeutet dies nicht nur die Bereitstellung vor Ort, sondern auch die Beschaffung und die Lagerung weiterer Behälter jeder angebotenen Größe. Für eine möglichst individuelle Anpassung werden aber 40 und 80 Liter als neue Behältergrößen eingeführt. 40 Liter sind nur für ein oder zwei Personen auf einem Grundstück vorgesehen.

Für Grundstücke mit nur einer gemeldeten Person gibt es die Möglichkeit eine vierwöchentliche Leerung zu beantragen. Dies ist mit und ohne Biotonne möglich. Mit Biotonne kann ein 40-Liter-Behälter gewählt werden. Ohne Biotonne ist es möglich, sich für einen 60-Liter-Behälter zu entscheiden und diesen vierwöchentlich leeren zu lassen. Die Leistungsgebühr der jeweiligen Behältergröße halbiert sich in diesen Fällen. Die Grundgebühr ändert sich nicht.

Wie groß sind die Behälter?
Die Maße der Rest- und Papiermüllbehälter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

  40 L 60 L 80 L 120 L 240 L 660 L 770 L 1.100 L 2.500 L 5.000 L
Höhe
(in cm)
94,4 92,5 92,5 94,4 107,5 116,5 132,0 133,0 147,5 150,0
Breite
(in cm)
48,0 48,0 48,0 48,0 58,2 126,5 126,5 137,0 225,0 225,0
Tiefe
(in cm)
55,8 55,8 55,8 55,8 72,8 77,5 77,5 112,8 142,0 263,0

Bei den angegebenen Abmessungen handelt es sich um ca. Angaben laut Hersteller.
Die Abmessungen der Behälter können produktionsbedingt und je nach Hersteller etwas abweichen.

Wann werden die Behälter ausgetauscht?
Die Auslieferung der Biotonnen und die Anpassung des Restmüll- und Papierbehälter erfolgt zum Jahresende 2022, entsprechend der von Ihnen gemachten Angaben in der Eigenerklärung. Die Leerungen der Biotonnen werden erst im Januar 2023 beginnen. Sobald ein konkretes Datum bekannt ist wird an dieser Stelle informiert.

Kann ich im Laufe des Jahres einen Behälterwechsel (größer/kleiner) vornehmen und sind damit Kosten verbunden?
Innerhalb eines Kalenderjahres ist eine Veränderung des (Restmüll-)Behältervolumens grundsätzlich jederzeit möglich. Nach Abschluss der Gebührenumstellung wird ab der zweiten Veränderung innerhalb eines Kalenderjahres eine Gebühr entsprechend der Gebührensatzung zur Abfallentsorgungssatzung erhoben. Während der Umstellungsphase bleiben die Veränderungen gebührenfrei.

Das Mindestvolumen von 20 Liter pro Person bei 14-täglicher Leerung in Verbindung mit der Nutzung der Biotonne darf nicht unterschritten werden. Beim Wechsel zu einem größeren Behälter erhöht sich die Leistungsgebühr entsprechend.

Anträge auf Veränderung des Behältervolumens sind schriftlich an den Fachbereich Finanzen - Abteilung Grundbesitzabgaben, Miselohestraße 4, 51379 Leverkusen, zu richten.

Die Daten aus der Eigenerklärung benötigen AVEA und die Stadt Leverkusen zur Bestellung der Abfallbehälter und zur Ermittlung der neuen Gebührensätze. Daher ist es wichtig, die Eigenerklärungen bis zum 15. September 2022 ausgefüllt zurückzuschicken.

Bei einer ausbleibenden Rückmeldung werden die Abfallgebühren anhand des aktuell zur Verfügung stehenden Restmüllbehältervolumens berechnet. Zugrunde gelegt werden dann die neu geltenden Gebührensätze.

Was ist, wenn ich keine Eigenerklärung erhalten habe oder einen neuen Vordruck benötige?
Einen Blankovordruck finden Sie hier. In diesen sind unbedingt die Angaben zu Grundstück, Eigentümer, Einheitswertnummer und Vertragsgegenstand einzutragen. Alle notwendigen Angaben finden Sie auf Ihrem letzten Grundbesitzabgabenbescheid.

Alternativ können Sie auch eine E-Mail an abfall@stadt.leverkusen.de senden oder eine neue Eigenerklärung beim Fachbereich Finanzen telefonisch unter 0214/406-2090 anfordern. Bei gewünschtem Postversand geben Sie bitte Ihre Anschrift an.

Kann ich gegen die Aufforderung zur Abgabe der Eigenerklärung Widerspruch einlegen?
Nein. Ein Widerspruch ist nur gegen einen Festsetzungsbescheid zulässig und möglich. Anmerkungen/Kritik an der Umstellung des Gebührensystems richten Sie bitte per Mail an abfall@stadt.leverkusen.de oder schriftlich an den Fachbereich Finanzen - Abteilung Grundbesitzabgaben, Miselohestraße 4, 51379 Leverkusen.

In der neuen Satzung über die Abfallentsorgung in der Stadt Leverkusen wurde die Berechnung des Volumens für Gewerbeeinheiten von Einwohnergleichwerten (EWG) auf Einheiten in Litern umgestellt, weil diese Berechnung zielgerichteter und genauer ist.

Anders als bei den Einwohnern, bei denen durch den jährlich neu eingespielten Meldebestand die Datengrundlage aktuell geblieben ist, ist die Datengrundlage der Gewerbe gealtert. Die Grundlagenermittlung für die Festsetzung ist oftmals schon viele Jahre alt. Für eine gerechte Festsetzung der Abfallentsorgungsgebühren und um Entsorgungssicherheit gewährleisten zu können, ist es erforderlich, diese von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Da im Rahmen der Umstellung jeder Eigentümer angeschrieben wird, ist es sinnvoll, dass hierbei auch die Datengrundlage aktualisiert wird.

Was mache ich, wenn mein Grundstück bisher einem Müllverband angehört?
Der Müllverband heißt ab sofort Entsorgungsgemeinschaft. Mit der Umstellung des Systems verlieren alle bisherigen Anträge ihre Gültigkeit. Um einen bestehenden Müllverband als Entsorgungsgemeinschaft weiterzuführen, ist ein neuer Antrag zu stellen. Den Antrag finden Sie hier.

Was bedeutet Entsorgungsgemeinschaft?
Eine Entsorgungsgemeinschaft, ehemals Müllverband, besteht aus zwei oder mehr Haushalten mit benachbarten Grundstücken, die Ihre Abfallbehälter gemeinsam nutzen. Um eine Entsorgungsgemeinschaft zu bilden, ist ein gesonderter Antrag notwendig. Die Volumenvarianten (Regel- oder Mindestvolumen) sind dabei einzuhalten. Eine Entsorgungsgemeinschaft umfasst grundsätzlich die regelmäßige Abfuhr sämtlicher Abfallarten (Bio-/Rest-/Papierabfälle). Entsorgungsgemeinschaften für jede einzelne Abfallart führen zu erhöhten Verwaltungskosten und wird daher nicht angeboten. 

Was ist zu beachten, wenn sich auf dem Grundstück eine Arztpraxis befindet?
Wenn sich auf dem Grundstück eine Arztpraxis befindet, in der krankenhausspezifische Abfälle wie z.B. Wund-/Gipsverbände, Einwegwäsche, unbenutzbar gemachte Einwegspritzen und -skalpelle anfallen, so muss eine Arzttonne beantragt werden. Hierfür steht Ihnen hier ein gesonderter Antrag zur Verfügung. Die Arzttonne ist gebührenpflichtig. Die Gebührenhöhe entspricht der Gebühr für den jeweiligen Restmüllbehälter.

Was passiert, wenn das Grundstück/Gebäude leer steht?
In diesen Fällen können Sie frei entscheiden, ob Sie einen Restmüllbehälter bestellen möchten. Auch die Größe kann frei gewählt werden. Eine Biotonne oder ein Papierbehälter kann jedoch nur in Verbindung mit einem Restmüllbehälter bestellt werden. Sofern bei einem Leerstand keine Behälter gewünscht werden, vermerken Sie dies bitte freihändig auf der Eigenerklärung. In diesem Fall ist bis zu einer Nutzung von Abfallbehältern nur die Grundgebühr zu zahlen.

Sofern ihr Grundstück leer steht und die Abholung der Behälter gewünscht wird, ist dies schriftlich beim Fachbereich Finanzen, Miselohestraße 4, 51379 Leverkusen zu beantragen. Ab dem Folgemonat der Antragsstellung entfällt die Leistungsgebühr – die Grundgebühr bleibt unverändert bestehen.

Kann ich meine Behälter wöchentlich leeren lassen?
Eine wöchentliche Leerung ist aus hygienischen Gründen oder bei Stellplatzproblemen möglich. In diesen Fällen ist ein separater Antrag zu stellen. Diesen Antrag finden Sie hier.

Beachten Sie, dass eine wöchentliche Leerung eine Verdoppelung des bestellten Behältervolumens bedeutet und zu zusätzlichen Gebühren führt.

Passen Sie Ihre Abfallbehälter an Ihre individuellen Bedürfnisse an!

Nutzen Sie die Berechnungshilfe für einen besseren Überblick

Vielleicht haben Sie bereits Post von der Stadt Leverkusen bekommen: Alle Grundstückseigentümer in Leverkusen erhalten eine Eigenerklärung zugeschickt: Darin befindet sich ein Formular, in dem der Bedarf an Müllbehältern abgefragt wird.  

Wie viel Liter Volumen brauchen Sie für Ihren Restmüll? Das hängt davon ab, ob Sie die freiwillige Biotonne nutzen. Damit Sie einen besseren Überblick haben, welche Behältergrößen Sie je nach Größe Ihres Haushalts oder bei Gewerbeflächen nutzen können, benutzen Sie unsere Berechnungshilfe.  

Passen Sie Ihre Abfallbehälter an Ihre individuellen Bedürfnisse an!

Berechnungshilfe

Bitte beachten Sie die Erläuterungen.

* Pflichtfeld

Sollten sich beim Eingeben der Berechnungshilfe Fragen ergeben, finden Sie hier eine Auflistung der wichtigsten Fragen.  

Finden Sie online keine Antwort auf Ihre Frage, wenden Sie sich bitte an die Servicenummer 0214 406-2090.

Bitte beachten Sie:

Ohne Ihre ausgefüllte und abgeschickte Eigenerklärung wird das bisherige Behältervolumen als Berechnungsgrundlage genommen!

Das Leverkusener Bioabfallsystem

Die Biotonne, ein Beitrag zum Umweltschutz

Die freiwillige Biotonne wird aus altem Kunststoff hergestellt. Plastik ist wertvoll, denn es wird aus einer wichtigen Ressource hergestellt: Erdöl! Das Recyceln von Plastik ist damit ein Beitrag zum Umweltschutz, reduziert den Rohstoffverbrauch und verkleinert die Müllberge. Die Biotonne trägt das Umweltzeichen Blauer Engel! Damit ist sie aus mindestens 80% Recycling-Kunststoff und gleichzeitig wird auf die Begrenzung von Schadstoffen geachtet. Dennoch ist sie qualitativ mit jeder Neuware vergleichbar, da sie die gleichen Tests und Standards (RAL-GZ 951/1) wie Neuware einhält. Auch hier achtet Leverkusen auf Nachhaltigkeit!

Wenn wir alle unseren Bioabfall getrennt sammeln und entsorgen, funktioniert die optimale Verwertung mit Hilfe von Bakterien und Blockheizkraftwerken.

In der AVEA Vergärungsanlage in Lindlar Bio- und Grünabfallbehandlung | AVEA machen wir aus dem Bioabfall echte Bioenergie. Dort wurden im letzten Jahr circa 65.000 Tonnen Bioabfall aus dem Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis zu circa 8.000 Megawatt-Stunden Biostrom umgewandelt. Dabei sind die Kapazitäten der Anlage nicht ausgereizt und können mit weiterem individuell gesammelten Bioabfall gesteigert werden. Bioabfall ist damit ein echter Rohstoff und eine saubere Alternative zu fossilen Energieträgern. Die AVEA ist damit nicht nur Entsorger, sondern auch Energielieferant.

Danach ist aber nicht Schluss, sondern wird der Bioabfall in wertvollen Kompost Kompostprodukte | AVEA umgewandelt. Der aus Bioabfällen hergestellte Kompost stabilisiert und verbessert den Humusgehalt und die wertvollen Funktionen unserer landwirtschaftlichen Böden. Kompost hilft, die Verwendung von Torf zu ersetzen und macht den Verzicht auf chemische Dünger möglich. Der Biokompost wirkt sich durch seine Nährstoffe positiv auf Pflanzen und Umwelt aus. Die korrekte Getrenntsammlung von Bioabfällen und der Einsatz von Kompost sind ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Reduktion des CO2-Ausstoßes geht. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Bioabfall frei von Störstoffen ist. So kann auch jeder ohne (Nutz-)Garten/eigenen Komposter mit seinen Bioabfällen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Infografik

 

Der Biotonne hinterher –  Ein Beispiel

 

Weiteres Beispiel: Der Weg des Bioabfalls in Lübeck

 

Tipps und Infos rund um die getrennte Abfallsammlung (PDF)

Wenn Plastiktüten für die Sammlung von Bioabfällen benutzt werden, dann gelangen sie über die Biotonne in unser Kompostwerk. Bei der Zerkleinerung der Bioabfälle im Kompostwerk werden auch die Plastiktüten zerrissen und es besteht die Gefahr, dass kleine Fetzen in unseren hochwertigen Kompost gelangen. Dies gilt auch für sogenannte „kompostierbare Plastiktüten“, denn innerhalb des Produktionsprozesses unserer Anlage werden kompostierbare Beutel nicht sicher vollständig biologisch abgebaut. Die Zersetzungszeit dieser Tüten liegt über den Produktionszeiten. Wir wollen saubere Komposterde und funktionierende Anlagen für mehr Bioenergie.

Wir möchten mit unserem Kompost Nährstoffkreisläufe schließen und die immer knapper werdende Ressourcen auf unserer Erde schonen. Damit dies gelingt und wir unseren Kindern eine saubere Erde hinterlassen können, müssen Bioabfälle frei von Plastik und sonstigen Störstoffen sein. Nur so ist garantiert, dass unser Kompost sauber ist und die Felder und Gärten, die mit unserm Kompost gedüngt werden, sauber bleiben. Mach mit! Halte deine Bioabfälle sauber!

Warum kein (Bio) Plastik – #wirfuerbio – Kein Plastik in die Biotonne.

Kein Plastik in die Biotonne

 

Werd‘ auch Du zum Bio-Hero
Artikel 22 (Abs. 1) Bioabfall Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG)

Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass bis zum 31. Dezember 2023 und vorbehaltlich des Artikels 10 Absätze 2 und 3 Bioabfall entweder an der Anfallstelle getrennt und recycelt oder getrennt gesammelt und nicht mit andere Abfallarten vermischt wird.
Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien | Gesetze und Verordnungen | BMU

§ 20 Abs. 2 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) - Pflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger

Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger sind verpflichtet, folgende in ihrem Gebiet in privaten Haushaltungen angefallenen und überlassenen Abfälle getrennt zu sammeln:

  1. Bioabfälle; § 9 Absatz 1 und 3 Nummer 3 und 4 sowie Absatz 4 gilt entsprechend,

§ 20 KrWG - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

Grundsatzbeschluss zur Einführung der getrennten Bioabfallerfassung und Umstellung des Gebührensystems (Verwaltungsvorlage Nr. 2021/0405)
  1. Der Rat der Stadt Leverkusen beschließt zum 01.01.2023 die getrennte Erfassung biogener Abfälle. Die Verwaltung wird dabei beauftragt, neben der freiwilligen Biotonne im Holsystem weitere Konzepte zur getrennter Erfassung biologischer Abfälle zu prüfen und dem Stadtrat darzulegen. Insbesondere sind dabei Aspekte der ökologischen Effizienz sowie der praktischen Umsetzbarkeit zu berücksichtigten.
  2. Die AVEA GmbH & Co. KG wird im Rahmen des bestehenden Entsorgungsvertrages die mit der Einführung der getrennten Erfassung biogener Abfälle verbundenen abfallwirtschaftlichen Leistungen durchführen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, das bisherige Gebührensystem zum 01.01.2023 für die Abfallgebühren zukunftsfähig zu modifizieren, um den formell- und materiell-rechtlichen Anforderungen zu genügen.
  4. Die Verwaltung wird gemeinsam mit der AVEA GmbH & Co. KG beauftragt, die zur Umsetzung der getrennten Bioabfallerfassung erforderlichen Schritte zu veranlassen.
  5. Eine frühzeitige Information der Bürgerschaft vor zu treffenden Entscheidungen ist zu garantieren. Dies wird entsprechend in die Vorlage Nr. 2021/0405 aufgenommen.

SessionNet | Grundsatzbeschluss zur Einführung einer Bioabfallsammlung im Holsystem (Biotonne) und Umstellung des Gebührensystems (leverkusen.de)

Richtig Trennen in der Küche

Zitrusfrüchte, Zwiebelschalen, die schimmelige Banane oder die Reste vom letzten Essen - alles landet in der Küche und gehört in den Bioabfall.

Wie aber trenne ich richtig?
Hier ein paar praktische Tipps in einem Video!

Dufte durch den Alltag – Damit die Tonne nicht stinkt

Jeder, der eine Biotonne nutzt, kennt ihn, diesen Gestank, der manchmal aus ihr emporsteigt. So wertvoll Bioabfall auch ist: Der Geruch der Biotonne – vor allem des Biomülls in der Wohnung – ist und bleibt unangenehm. Eines ist klar: Gesundheitsgefährdend ist der Geruch der Biotonne nicht! Damit eure Biotonne im Sommer dennoch nicht zur Heimat von Fliegenlarven und Maden wird gibt es viele wirksame und nützliche Tipps. Diese sind in Leverkusen aber künftig nicht zwingend notwendig, denn die Biotonnen werden mit einem Biofilterdeckel ausgestattet. So entstehen erst gar keine Gerüche und Fliegen bleiben der Tonne fern. Wie funktioniert der Biofilter? Das Filtermaterial besteht aus Kokosfasern (Verwendung eines Abfallprodukts) das mit Mikroorganismen angereichert wird. Entstehende Faulgase werden im Biofilter in „saubere Luft“ umgewandelt (CO2 und Wasser). Im Gegensatz zu Aktivkohle, die Gerüche nur anlagert, bis sie voll ist, haben diese Filter sehr lange Wirkungsdauern von mehreren Jahren. Das Filtermaterial ist aufgrund seiner Beschaffenheit biologisch abbaubar. Damit der Filter seine Wirkung optimal entfaltet ist nur eins wichtig: Den Deckel der Tonne immer komplett geschlossen halten! Wie gut dieser Filter funktioniert, kann jetzt schon mit den zur Verfügung gestellten Vorsortiergefäßen in der eigenen Küche getestet werden.

Saubere und einfache Entsorgung

Schon jetzt Bioabfall zu Sammelstellen bringen

Bis 2023 offiziell die getrennte Bioabfallsammlung in Leverkusen an den Start geht, nehmen wir Sie schon jetzt mit auf unserem Weg. Die Sammelstellen ermöglichen Ihnen regelmäßig, sauber und einfach Ihren Bioabfall zu entsorgen. Lernen Sie unsere mit Biofilter ausgestatteten Vorsortierer kennen, machen Sie sich vertraut mit dem „Was ist was“ der biogenen Abfalltrennung und testen Sie, wieviel Bioabfall Sie wöchentlich produzieren. Sie werden überrascht sein! Vor allem vor dem Hintergrund, dass Ihre neue Restmülltonne deutlich kleiner ausfallen kann, wenn Sie sich für eine freiwillige Biotonne entscheiden.

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